Ferienhaus Sardinien - Urlaub auf der Insel

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Mit einem Ferienhaus auf Sardinien die Kultur und die weltberühmten Strände dieser Trauminsel erkunden

Sie sehnen sich nach salziger Meeresluft, Sonnenuntergängen, die Ihnen die Sprache verschlagen und feinen, menschenleeren Sandstränden? Dann reisen Sie nach Sardinien, die wunderschöne Insel bietet Ihnen das alles und noch viel mehr. Zur richtigen Jahreszeit kann der Eindruck entstehen, dass Sie beim Urlaub im Ferienhaus Sardinien die malerischen Buchten für sich allein hätten. Der Grund dafür ist nicht etwa, dass sich keine Touristen hierhin verirren, sondern, dass fast die gesamte Insel von Traumstränden umschlossen ist und dadurch badende Besucher und Einheimische sich günstig verteilen.

Um Haaresbreite muss sich Sardinien als zweitgrößte Insel des Mittelmeerraums den Landsmännern aus Sizilien geschlagen geben. Das stört die Sarden allerdings kaum, denn weder in Schönheit noch kulturell braucht sich ihre Insel vor Sizilien oder irgendeiner anderen Insel zu verstecken. Die sardische Kultur ist über Jahrtausende gereift – überall rund um Ihre Ferienwohnung auf Sardinien bekommen Sie das zu spüren. Sie brauchen übrigens kein Historiker sein, um sich von den Sehenswürdigkeiten, die chronologisch von der Jungsteinzeit bis in die Moderne reichen, begeistern zu lassen. Ganze Tage lassen sich mit Sightseeing zubringen, doch ebenso gut können Sie sich im angenehmen Mittelmeerklima sportlich betätigen oder schlicht die Seele an den malerischen Küsten baumeln lassen. Über fehlende Abwechslung hat sich hier noch niemand beschwert. Wie genau Sie Ihren Urlaub auf der Insel gestalten, bleibt Ihrer Fantasie überlassen. Möglichkeiten gibt es jedenfalls viele.

Eine kleine Geschichte Sardiniens

Um Ihnen einen Eindruck dessen zu vermitteln, wie vielseitig das Erbe Sardiniens ist, erhalten Sie hier einen kurzen Überblick über die bewegte Geschichte der Insel. Die früheste Besiedlung der Insel geht auf die Altsteinzeit zurück. Über die Jahrtausende ließen sich nach und nach weitere kleine Siedlergruppen auf der Insel nieder. Aus diesen verschiedenen Gruppen kristallisierte sich die Nuraghen-Kultur heraus. Den Namen erhielt die steinzeitliche Kultur von ihren hinterlassenen Steintürmen, den Nuraghen, von denen noch etwa 20 schöne Ruinen auf der gesamten Insel verteilt sind. Die Nuragher unterhielten Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen griechischen Seefahrer-Völkern in der Frühantike, z.B. den Zyprern und den Bewohnern von Mykonos, und erreichten zu dieser Zeit ihre kulturelle Blüte. Aus dieser Zeit stammen beeindruckende Werke ihrer Kupferschmiedekunst in Form von Figuren und Schmuck, die man in den historischen Museen Sardiniens bewundern kann.

Mit der Zeit gründeten Phönizier Niederlassungen für ihren mediterranen Handel auf Sardinien und nahmen damit auch kulturell Einfluss auf die Bevölkerung. Deren älteste Handelsstation, Karali, ist die heutige Inselhauptstadt Cagliari. Zu diesem Zeitpunkt beginnt man anstelle der Nuraghen von Sarden zu sprechen. Die erste von vielen Eroberungen Sardiniens fand wohl unter den Karthagern statt. Ibiza, Sardinien bzw. Korsika und Sizilien bildeten die überseeischen Eckpunkte des nordafrikanischen Karthagos. Vor allem Sardinien stellte sich im Kampf gegen die aufstrebenden Römer einen entscheidenden strategischen Posten dar. Im Ersten Punischen Krieg verlor Rom viele Truppen beim Versuch die Insel zu erobern, sodass die angehende Weltmacht sich zunächst geschlagen geben musste. Wenige Jahre später profitierte Rom von den Aufständen auf der Insel und der politischen Instabilität des Gegners, sodass Sardinien 238 vor Christus unterworfen werden konnte und für 700 Jahre römisch blieb.

Nach dem Kollaps des Weströmischen Reichs war Sardinien heftig umkämpft. Schon 534 besetzten die Byzantiner aus Konstantinopel bzw. Istanbul, wie es heute heißt, die Insel und verteidigten sie in den folgenden Jahrhunderten erfolgreich gegen die Vandalen, Ostgoten und Langobarden. Letztere hatten in der Zwischenzeit fast ganz Italien erobert und Ihre Spuren hinterlassen, was sich zum Beispiel im Namen der Region Lombardei widerspiegelt. Die nächste Macht, die versuchte Sardinien zu unterwerfen, waren die Araber. Über mehrere Generationen belagerten Sie die Insel und nach der Abdankung der byzantinischen Statthalter gelang es ihnen schließlich, die Insel an sich zu reißen. Sardinien in arabischen Händen stellte einen Dorn im Auge der italienischen Hafenstädte dar, sodass Pisa und Genua mit vereinten Kräften die Insel eroberten. Als pisanisches Lehen gehörte Sardinien nun zum Machtbereich des Heiligen Römischen Reichs.

Im Hochmittelalter wurde Sardinien von Kaiser Friedrich II. zu einem separaten Königreich ernannt, das bis zur italienischen Einigung 1861 diesen Titel behielt. Die Herrschaftsgeschlechter, die das Königshaus stellten, wechselten bis dahin jedoch mehrfach. Zunächst waren es die Staufer, deren Wurzeln im Schwarzwald liegen, die als Könige regierten. Nach deren Fall kamen die sardischen Monarchen aus dem Hause Aragón, das später im Spanischen Königshaus aufgehen sollte. Als Folge des Spanischen Erbfolgekriegs erhielten die Habsburger im Jahr 1714 das Königreich Sardinien, doch tauschten es nur sechs Jahre später gegen Sizilien. Das Haus Savoyen, das fortan über das Königreich herrschte, einte die Insel mit ihren eigenen Ländereien, die größtenteils das heutige Piemont umfassen. Dieses unabhängige Königreich Sardinien-Piemont, das von Turin aus regiert wurde, sollte nach den Napoleonischen Kriegen die Keimzelle des Risorgimento, dem Streben nach einer Neuordnung Italiens werden. So wurde Victor Emanuel II. nach den erfolgreichen Einigungskriegen der erste König des souveränen Italiens.

Erkundung der mitreißenden Inselkultur

So wechselhaft die Geschichte der Insel war, so vielfältig sind die Rückbleibsel der unterschiedlichen Epochen. Die Städte Sardiniens sind oftmals ein interessantes Zusammenspiel aus den unterschiedlichen externen Einflüssen der Herrschenden und der autochthonen Kultur.

Es bietet sich an, eine kulturelle Erkundungstour Sardiniens in Cagliari zu beginnen. Wie schon in der geschichtlichen Zusammenfassung erwähnt, wurde die Stadt bereits mehrere Jahrhunderte vor Christus von den Phöniziern als Handelskolonie gegründet. Wie schnell die Stadt bis zur Römischen Ära wuchs, werden Sie am massiven Amphitheater aus der damaligen Zeit erkennen. Das Theater, die größte römische Hinterlassenschaft der Insel, verfiel über Jahrhunderte bis es vor etwa 150 Jahren wieder instand gesetzt wurde. Seither dient es in den warmen Monaten regelmäßig abends als Veranstaltungsort unterschiedlicher musikalischer Darbietungen von Musicals bis Opernaufführungen. Der Stellenwert der Oper ist in Cagliari ohnehin nicht zu unterschätzen. Hier steht eines der modernsten mediterranen Opernhäuser, das es in puncto Akustik und architektonischer Ästhetik gewiss mit dem in Barcelona stehenden Gran Teatre del Liceu oder der Opéra national de Montpellier in der Landeshauptstadt von Languedoc-Roussillon ohne Probleme aufnehmen könnte.

In Cagliari können Sie noch viele weitere historische Bauten bewundern. Wenn Sie in  Architekturgeschichte etwas bewandert sind, werden Sie auch am Dom der Stadt die häufig wechselnden Machtverhältnisse auf Sardinien erkennen können. Die Pisaner legten im 13. Jahrhundert den Grundstein des Gotteshauses in ihrem typischen Gotikstil, den Sie heute auch rund um Pisa in der Toskana finden. Über die Jahrhunderte fanden viele Umbauten statt. Im Inneren ist die Kathedrale im Spanischen Barock verziert. Die Außenfassade zeugt von katalonischem Einfluss.

Auch der Elefanten- und der Pancrazioturm wurden ursprünglich als Teil der Stadtbefestigung von den Pisanern errichtet. Die Spanier bauten die Türme später zu Gefängnissen um. Heute fungieren sie als reine Aussichtstürme von denen Sie als Besucher ein fabelhaftes Panorama Cagliaris genießen. Vielleicht entdecken Sie von dort oben Ihre Ferienwohnung auf Sardinien. Abschließend lohnt noch ein Besuch im Sardischen Nationalmuseum, wo Sie unter anderem die Stele von Nora bestaunen können. Dieser Überrest eines phönizischen Pfeilers trägt gravierte Inschriften die sich bis ins neunte Jahrhundert vor Christus zurückdatieren lassen. Damit ist die Stele das älteste schriftliche Dokument des westlichen Mittelmeerraums.

Eine weitere Großstadt Sardiniens ist Sassari, am Nordende der Insel. Die hiesige Universität zählt nicht nur zu den besten Schulen Italiens, sie ist auch die älteste Lehreinrichtung Sardiniens. Bereits im 16. Jahrhundert gründeten Jesuiten die mittelgroße Universität, die noch zum Teil in historischen Gebäuden untergebracht ist und mehrere antike Dokumente beherbergt.

Teile der Mauer, die die Stadt im Mittelalter umgab, sind noch heute intakt. Wer durch die mittelalterliche Innenstadt spaziert, wird an manchen Häuserfassaden gotische Stilelemente aus Katalonien wiedererkennen, insbesondere entlang dem Corso Vittorio Emanuele. Am Rande des historischen Kerns finden Sie den prächtigen Rosello-Brunnen, der von meisterhaften Steinmetzen aus Ligurien gefertigt wurde und als das Wahrzeichen der Stadt gilt. Ebenso sehenswert ist auch der Palazzo D’Usini, der wohl den bedeutendsten Profanbau der Renaissance auf Sardinien darstellt. Tipp: Lassen Sie den Tag in Sassari an der Piazza d’Italia bei einem Glas Wein ausklingen und genießen Sie dort den Blick auf den Herzogspalast, der inzwischen das Rathaus beherbergt.

Viele Besucher Sardiniens landen am Flughafen Olbia unweit der Costa Smeralda und brechen von dort aus per Mietwagen, Zug oder Shuttle auf, um die Insel zu erkunden. Dabei wird oft vergessen, dass es sich auch lohnt Olbia selbst unter die Lupe zu nehmen. Im beschaulichen Ort gibt es nur wenige Bauten die über mehr als zwei Stockwerke verfügen, was dem Stadtbild etwas Heimeliges verleiht. Der nahe gelegenen Costa Smeralda entsprechend, ist auch Olbia über die letzten Jahre hinweg stetig schicker und exklusiver geworden. Boutiquen und Restaurant säumen die neue Hafenpromenade, wo einst Krämer und Handwerker ihren Sitz hatten. An dem Flair, das diese Stadt versprüht, hat sich dennoch nur wenig geändert. Schlendern Sie durch die teils dörflich wirkende Innenstadt und sehen Sie zum Beispiel die byzantinische Kirche San Simplicio, die im 6. und 7. Jahrhundert in der Nähe eines früheren Tempels der Götter von Rom entstand. Rund um Olbia gibt es noch vielerlei weitere archäologische Sehenswürdigkeiten vom römische Aquädukt bis hin zu dem heiligen Brunnen Sa Testa, einer Anlage, in der wohl unterschiedliche Kulturen sardischer Geschichte dem Wasser huldigten.

 

 

 

Kleiner, aber nicht weniger schön, ist die Stadt Alghero, die insbesondere für ihr Handwerk mit Korallen bekannt ist. Korallenschmuck und Dekorationsartikel werden dem Besucher in allerlei niedlichen Läden angeboten. Die kleine Altstadt, ein Gassenlabyrinth mit vielen lauschigen Plätzen, Türmen und Gotteshäusern, ist von einer vollständigen Stadtmauer aus katalonischen Zeiten umgeben. Scheinbar hat die Mauer die spanische Kultur dort konserviert. Bis heute wird eine Variation der Katalonischen Sprache von dem Großteil der Einheimischen gesprochen.

Gleich außerhalb Algheros können Sie in den Fußstapfen der Nuragher wandeln. Im benachbarten Palmavera ist eine der größten Fundstätten dieser prähistorischen Kultur, die den Besuchern eine Idee davon vermittelt, wie die Menschen im 15. bis 8. Jahrhundert vor Christus dort gelebt haben müssen. Im Dorf sind die Ausgrabungen und Rekonstruktionen frei begehbar. Wenig weiter, in Anghelu Ruju, ist eine der bedeutendsten Nekropolen der Nuragher. In den etwa 40 Gräbern wurden aufschlussreiche Funde in Form von Grabbeigaben und architektonischen Strukturen gemacht.

Strände so weit das Auge reicht

Wer einen Badeurlaub der Extraklasse verbringen möchte, findet direkt vor dem Ferienhaus Sardinien einige der schönsten Strände Europas. Die Insel mag kein Geheimtipp mehr sein, doch bei einer gesamten Küstenlänge von über 1.800 Kilometern wird es Ihnen sicher nicht schwer fallen, einen ruhigen Abschnitt für entspannten Badespaß zu finden. Wenn Ihnen belebte Stimmung und ein umfangreiches Freizeitangebot am Wasser wichtiger ist, können Sie auch mühelos in einer Ferienwohnung Sardinien von der dynamischen Seite kennenlernen. Um Ihnen eine Idee davon zu vermitteln, wo Sie eher einen verlassenen Küstenabschnitt und wo eine Badehochburg finden, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Küstengebiete der Insel vor.

Costa Rei

Einer der beliebtesten Abschnitte der Sardischen Küste ist die Costa Rei, die etwas über zehn Kilometer der Ostküste der Insel umfasst. Die Optik der flach abfallenden Strände ist von hellem Sand und türkisenem Wasser geprägt. Diese fast karibisch anmutende Ansicht entsteht durch den flach abfallenden Strand, der die Costa Rei insbesondere bei Familien so beliebt macht. Leicht zu erreichen ist dieser Bereich ebenfalls – Nur 50 Kilometer trennen die Inselhauptstadt Cagliari von dieser Küste.

Costa Verde

Ebenfalls in der Nähe von Cagliari finden Sie die grüne Küste, die Costa Verde. Sie ist eine ausgewogene Mischung aus breiten Sandstränden, Dünenlandschaften und schroffen felsigen Küstenabschnitten, sodass Badefreunde und Wanderer gleichwohl auf ihre Kosten kommen. Sollten Sie sich bei Ihrem Ferienhaus auf Sardinien für die Umgebung der Costa Verde entscheiden, werden Sie einen der naturbelassensten Küstenbereiche der Insel kennenlernen, der weiter im Hinterland eher an die Ardèche in Frankreich als Sardinien erinnert. Dieses spärlich erschlossene Gebiet ist das natürliche Habitat vieler unterschiedlicher Tierarten und Brutstelle von Meeresschildkröten. Es gilt allerdings zu beachten, dass nicht überall gebadet werden kann. Viele Teile der Costa Verde stehen unter Naturschutz. Nur so kann dieser Bereich so schön bleiben, wie er ist.

Costa Smeralda

Schimmernd grün, wie ein Smaragd, ist das Wasser an manchen Stellen dieser Küste, was ihr den Namen Costa Smeralda einbrachte. Im Gegensatz zur sehr ebenen Costa Rei, ist dieser Küstenabschnitt grob und zerklüftet. Vereinzelt finden Sie hier kleine sandige Badebuchten. Die wilde Natur konnte bis zum heutigen Tage erhalten werden und stellt das Hauptreisemotiv der Besucher dieser Küste zwischen Palau und Olbia dar. Dass es sich hier um eine der exklusivsten Teile der Insel handelt, merken Sie spätestens, wenn Ihre Ferienwohnung auf Sardinien in Porto Cervo liegt. Gigantische Jachten liegen in dem kleinen Hafen. Das Stadtbild ist eine Mischung aus traditionellen sardischen und zeitgenössischen Elementen. Neben der Côte d’Azur ist dies eines der beliebtesten Urlaubsziele des internationalen Jet-Sets. Wenn Ihnen also ein ganzer Aufenthalt hier zu teuer ist, genügt auch ein Tagesausflug, um die mondäne Welt der High Society kennenzulernen. Vielleicht treffen Sie ja sogar einen der vielen Stars oder Adligen, die hier im Sommer absteigen.

Costa Paradiso

Einen erschwinglicheren Urlaub können Sie hingegen an der Costa Paradiso im Norden verbringen. Hier finden Sie einige Ferienparks, deren einzelnen Unterkünfte sich an den vielen Hängen dieser wildromantischen Küste schmiegen. Zum Baden eigenen sich andere Teile der Küste besser, aber dafür genießen Sie hier einen Ausblick von der Ferienwohnung Sardinien, der seinesgleichen sucht. Um die fehlenden natürlichen Bademöglichkeiten zu kompensieren, können Sie ein Ferienhaus mit Pool buchen. Als Freizeitgestaltung bietet sich hier insbesondere Aktivsport, wie Wandern oder Radfahren an.

Höhepunkte der Natur Sardiniens

Wie die Nachbarinsel Korsika ist auch Sardinien für natürliche Sehenswürdigkeiten bekannt. Die vielen Höhlen zum Beispiel faszinieren jährlich Zehntausende Besucher. Dies sind sowohl Grotten, die das Mittelmeer über Jahrmillionen in die schroffen Küsten der Insel hinein spülte, als auch spannende Tropfsteinhöhlen, wie die Grotta di Ispinigoli nahe der Ostküste. Mit rund 15 erforschten Kilometern ist sie die längste Tropfsteinhöhle Italiens. Als Besucher sehen Sie zwar nur die ersten 50 Meter der Höhle, aber das wird mit Sicherheit genügen, um Ihnen den Atem zu verschlagen. Hier können Sie nämlich die größte Tropfsteinsäule Europas bewundern, der selbst die Säulen der berühmten Höhlen von Nerja an der spanischen Costa del Sol in den Schatten stellt. Imposante 38 Meter ist die Säule hoch, die dadurch entstand, dass ein Stalaktit (hängender Tropfstein) und ein Stalagmit (stehender Tropfstein) sich vor Jahrtausenden trafen.

Abenteuerlich ist auch ein Besuch in der Grotta di Nettuno bei Alghero im Norden. Der Eingang zur Höhle liegt nur knapp über der Meereshöhe direkt am Fuße einer über 100 Meter hohen Steilküste. Daher ist eine Erkundung der Höhle nur bei stabiler Wetter- beziehungsweise Brandungslage erlaubt, was im Gegensatz zur Atlantikküste allerdings hier der Regelfall ist. Um in die Grotte zu gelangen, müssen Sie entweder die Treppen von der Steilküste hinabsteigen oder Sie entscheiden sich für die bequemere Alternative bei der Sie zur Flut per Boot in die Höhle gefahren werden. Einige hundert Meter der Höhle können Sie dann teils zu Fuß, teils im Boot erkunden.

Ein weiterer interessanter Ausflug führt Sie in die Grotta del Bue Marino, einer Meereshöhle, die nur per Boot zu erreichen ist. Sobald Sie in den Tunnel gelangen, können Sie auf etwa einem Kilometer kleine Süßwasserseen entdecken, die von unterirdischen Flüssen gespeist werden. Eine Reihe an Stalaktiten und Stalagmiten erstrahlen hier in zahlreichen Facetten des Farbspektrums dank der aufwändigen Lichtinstallation. Vielleicht kann dies nicht mit der Blauen Grotte von Capri in Kampanien mithalten, wo Sonnenlicht unter Wasser in die Höhle einfällt und somit ein bemerkenswertes, kräftig-blaues Naturschauspiel bietet, doch auch die künstliche Beleuchtung dieser Grotte ist ein besonderes Spektakel.

Neben den Höhlen gibt es noch viele weitere geografische Highlights auf Sardinien, zumeist Felsformationen in Meeresnähe, die durch die Erosion der bisweilen kräftigen Mittelmeerwinde entstanden. Dazu zählen beispielsweise die Roten Felsen von Arbatax. Unmittelbar an der Hafeneinfahrt ragen die tiefroten Porphyrsteine an der höchsten Stelle etwa 12 Meter aus dem Meer. Ein weiteres großartiges Beispiel für Sardiniens einzigartige Küstenformationen sind die Felsen am Capo Testa, der Nordspitze Sardiniens. Bizarre Gesteinsformen aus Granit prägen hier das Bild des Kaps. Die geschmeidigen, geschwungenen Felsen hauchen der Küste fast etwas Lebendiges ein. Kein Wunder, dass es in den 1970er Jahren viele Aussteiger in dieses Gebiet zog. Inzwischen hat sich das Image gelegt und man trifft hier auch Urlauber an, die ein Ferienhaus am Golfplatz mieten. Besonders schöne Anblicke genießen Sie an den kleinen türkisen Buchten des Kaps. Nicht weit vom Capo Testa entfernt, finden Sie schließlich noch den Capo d’Orso. Das „Bärenkap“ ist nach dem prägnantesten Stein dort benannt, der an die Form eines Bären erinnert, der auf das Meer hinaus blickt.

Kulinarische Höhepunkte auf Sardinien

Wie in Italien üblich, bietet auch Sardinien seinen Besuchern eine eigene regionstypische Küche. Die starke kulturelle Identität der Sarden schlägt sich auch in der sehr individuellen Küche der Insel nieder. Wer sich traut, kann sich bei einem Urlaub im Ferienhaus auf Sardinien auch in ein kulinarisches Abenteuer stürzen. Vielleicht überwinden Sie sich ja dazu, Casu Marzu zu probieren. Dieser sardische Käse reift so lange, bis sich darin ausgewachsene Fliegenmaden bilden. Was für den einen als Feinkost gilt, ist für den anderen schlicht unappetitlich. Sollte zweiteres auf Sie zutreffen, machen Sie sich keine Sorgen – Sardinien hält noch zahlreiche weitere Spezialitäten bereit, die dem üblichen Geschmack mehr entgegen kommen dürften.

Ein deutlich konventionellerer Käse ist zum Beispiel der bekannte Pecorino. Der milde Schafskäse wird häufig dazu verwendet, Pastagerichte zu verfeinern, doch auch zum doppelt gebackenen, knusprigen Hirtenbrot Pane Carasau ist der Käse ein Genuss.

Wenn Sie gerne Fisch essen, kommen Sie hier sicher auf Ihre Kosten. Sardinien nimmt gleich hinter Sizilien die Position des zweitgrößten Umschlagsplatzes für Fisch und Meeresfrüchte in Italien ein. In Küstennähe säumen Restaurants die Promenaden, in denen Sie fangfrische Meeresspezialitäten von Schwert- bis Tintenfisch finden. Eine typisch sardische Köstlichkeit ist die Bottarga - eine pastetenartige Delikatesse aus dem sonnengetrockneten und gesalzenen Rogen der Meeräsche. In Italien ist Bottarga weitläufig als „sardischer Kaviar“ bekannt, obwohl die Spezialität in abgewandelter Form auch in anderen Regionen produziert wird, z.B. in Kalabrien mit Thunfischeiern. Genossen wird die Bottarga geraspelt zu Pasta oder in geschnittener Form mit etwas Zitrone und Olivenöl beträufelt.   

Freunde des Rotweins werden es sich sicherlich nicht nehmen lassen, die Spezialitäten der örtlichen Reben zu probieren. Zu erwähnen wären in diesem Zusammenhang vor allem der Cannonau und Monica di Sardegna. Der erste Wein ist genau genommen nur eine Unterart der Rebsorte Grenache, die in nahezu identischer Form auch in den Ausläufern der südlichen Alpen Frankreichs, in Katalonien und sogar Kalifornien und Australien angebaut wird. Monica hingegen ist eine einzigartige Rebsorte, die auf Sardinien entstand und fast ausschließlich hier existiert. Für diejenigen, denen die kräftigen sardischen Rotweine zu schwer sind, gibt es auch einige sehr gute Weißweine, die auf der Insel gekeltert werden. Gönnen Sie sich ein Glas oder zwei und lassen Sie bei einem der hochgeschätzten Sonnenuntergänge Ihre Erlebnisse Revue passieren. Bei all den Vorzügen, die Sardinien zu bieten hat, werden Sie am Ende eines Urlaubstages mit Sicherheit auf viele Eindrücke zurückblicken können.

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